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Kundgebung

Demo-Plakat

Teens International

Freiheit für Erich

Seit 5 Stunden wird nun schon der 16 jährige Erich gegen seinen Willen in Gewahrsam gehalten, so genannter Hausarrest. Es wird ihm vorgeworfen, nicht rechtzeitig von einer Versammlung in einer bekannten Diskothek zurückgekehrt zu sein.

Bild des aus politischen Gründen festgehaltenen, Erich

Trotz der vielfachen Proteste seiner Anhänger weigern sich bisher die Eltern, Erich wieder frei zu lassen. Bisher gibt es keine Beweise die auch nur annähernd diese Inhaftierung rechtfertigen. Hier handelt es sich augenscheinlich um pure Willkür um den politischen Willen und die Macht der Eltern zu demonstrieren.

Einzige Zeugin des angeblichen Vorfalls ist die Aussage seiner Mutter, die man wohl mehr als Befangen einstufen kann, als eine objektive Darstellung der bekannten Tatsachen.

Erich war als Teilnehmer einer Versammlung in der Disco "Fuck off" mit mehreren Anhängern und Vertretern der Jugendbewegung zusammen und diskutierte mit den Anwesenden über Taschengeld und Ausgangssperren, die ausschließlich von den herrschenden Eltern vertreten und vorgegeben werden. Nach dem Ende der Veranstaltung, bei der weder Alkohol, Drogen oder gar schändlicher Sex im Spiel war, begab sich Erich direkt nach Hause. Er ging nicht zu McDonalds und löste auch keine Gutscheine ein.

Der Vorwurf Erich wäre zu spät nach Hause gekommen, ist absolut an den Haaren herbeigezogen. Hierbei sollte die herrschende Klasse beachten, dass zu dieser Zeit keine Busse oder andere öffentlichen Verkehrsmittel mehr fahren, nicht einmal ein Pizza-Taxi ist nachts um 01.30 Uhr in dem kleinen Nest zu bekommen. Jedoch genau das wird dem armen Kind vorgeworfen. Erich ist nicht dafür verantwortlich, dass die öffentlichen Verkehrsmittel und der Pizza-Fritze schon ab 23.30 Uhr keinen Bock mehr haben zu arbeiten und es sich lieber in "Freddys Pils Eck" gemütlich machen.

Von der anklagenden Mutter wird ihm insbesondere Vorgeworfen eine Uhr zu haben auf der man die Zeit ablesen kann. Haben Sie schon mal versucht auf einer billigen 4.99€ Uhr die Zeit abzulesen? Da kann man doch schon froh sein, wenn die Zwiebel wenigstens einen Zeiger hat. Diesen Vorwurf halten wir für absolut unsinnig, als wenn jede Uhr gleich ginge.

Bei dieser Internierung geht es lediglich darum politische Macht zu demonstrieren und Minderjährige an der Kandare zu halten. Laut Auskunft anderer Teilnehmer verließ Erich pünktlich die Veranstaltung. Was kann ein 16 jähriger dafür, dass der Weg nach Hause so weit ist ? Hierfür sind doch schließlich die Eltern verantwortlich, die bereits vor 16 Jahren wussten, dass das "Fuck off" fast 2000 Meter vom Haus entfernt ist. Schon damals hätten also die Eltern reagieren können und ihre Bude direkt neben dem Versammlungsraum hinnageln können. Statt dessen wird jetzt plötzlich das arme Kind für die große Entfernung verantwortlich gemacht.

Wir fordern die sofortige Freilassung des widerrechtlich arretierten Insassen und eine Taschengelderhöhung auf 50.- € / Woche und zusätzlich eine Haftentschädigung von 250.- € für jeden erlittenen Tag der Internierung.

Wir treffen uns am Sonntag zu einer Kundgebung und rufen alle auf daran Teilzunehmen. Hier geht es nicht um das Schicksal eines einzelnen, sondern um die Zustände für Jugendliche im ganzen Land.

Treffpunkt am Sonntag 16.00 Uhr bei McDonalds, von wo wir uns nach einer kurzen Stärkung mit einem Happy Meal (Gutscheine werden vor Ort verteilt) weiter in das 1600 Meter entfernte Holzhausen marschieren zu "Heiners Biertheke". Dort wird wird vom Ortsvorsitzenden Daniel F. (13) noch einmal die Leidensgeschichte von Erich ausführlich dargelegt.

Hiernach begeben wir uns direkt nach Homberg auf den Marktplatz um dort bei einem Umtrunk in den umgebenden Cafes und Lokalen noch einmal unserem Protest Ausdruck zu verleihen.

Die Abschlusskundgebung findet im 900 Meter entfernten "Irish Pup" mit Livemusik statt. Hier hat noch einmal jeder Teilnehmer die Gelegenheit sich in die Unterschriftenliste einzutragen.

Wir bitten alle Teilnehmer die Demonstration ruhig und ohne Zwischenfälle mit zu gestalten. Von einer Erstürmung oder dem niederbrennen des Elternhauses bitten wir vorerst abzusehen.

Die Organisationsleitung bittet ebenfalls vom Urinieren gegen Hauswände oder andere öffentliche Einrichtungen und sexuellen Handlungen in Türnischen, Bushaltestellen oder anderen schlecht einsehbaren Orten abstand zu nehmen.


© Bernhard Dinger

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Letzte Aktualisierung: 29.01.2013 11:41:37 Uhr

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